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Kommunalwahl 2026 in Braunfels – vergreist unser Parlament?

Letzte Woche wurden die Wahlvorschläge zur anstehenden Kommunalwahl veröffentlicht. In Braunfels treten 5 Parteien bzw. Gruppierung an. Hier die Tabelle der Altersstruktur der Kandidaten:

Die Spalten Durchschnittalter beziehen sich auf den Mittelwert (arithmetisches Mittel). Der Median gibt das Alter an, bei dem jeweils die Hälfte der Kandidaten älter bzw. jünger als der Wert ist. In den Spalten ganze Liste wurde der Wert, wie der Name schon sagt, über die ganze Liste der Wahlvorschläge ermittelt. Die Spalten LP 1 bis 7 wurden nur mit den Listenplätzen 1 bis 7 ermittelt. Die Stadtverordnetenversammlung hat 37 Mitglieder. Wenn jede Partei gleich viel Stimmen erhalten würde, kämen folglich die 7 Erstplatzierten der Liste ins Parlament.

So viel zur Methodik. Am interessantesten finde ich die letzte Spalte, d.h. den Medianwert der aussichtreichen Kandidaten.

Die Spanne reicht von 46 Jahren bei der CDU bis hin zu 66 Jahren bei den Grünen. Das hat mich doch sehr überrascht. „Früher“ waren die Grünen die Partei der Jüngeren und die CDU die Partei der Rentner. Heute ist es, zumindest in Braunfels, umgekehrt.

Zwischen diesen beiden Gruppen liegen 20 Jahre, fast eine ganze Generation!

Die zweitälteste Gruppe sind die Bürger für Braunfels mit 62 Jahren, die zweitjüngste die Unabhängige für Braunfels mit 49 Jahren. Die SPD reiht sich mit 56 Jahren ziemlich genau in der Mitte ein.

Wenn man sich nun überlegt, dass die Wahlperiode 5 Jahre beträgt und dies zum Durchschnittsalter addiert – dann rissen die Grünen locker die 70 Jahre-Linie und die Bürger für Braunfels wären mehrheitlich auch im Rentenalter.

Welche Konsequenzen dies hätte, s. hier: https://troehrich.de/wtf/altersweisheit-vs-dunning-kruger/